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Zum aktuellen Stand der Stanz- und Schneid-Simulation mit LS-DYNA Jeanette Raquet - Dr. Andr Haufe DYNAmore GmbH Infotag Schneidsimulation Dresden Oktober 2010 1 bersicht Schneiden und Stanzen: Anforderungen an FE-Codes


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1 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

Zum aktuellen Stand der Stanz- und Schneid-Simulation mit LS-DYNA

Jeanette Raquet - Dr. André Haufe

DYNAmore GmbH

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2 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

Übersicht

  • Schneiden und Stanzen: Anforderungen an FE-Codes
  • Materielle (Lagrange‘sche) Beschreibung
  • Raumfeste (Eulersche) Beschreibung
  • Arbitrary Lagrange-Euler-Beschreibung
  • SPH und EFG
  • Beispiele zur Anwendung
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3 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

Schneiden und Stanzen ist ein materialtrennender Prozess. Der Werkstoffzusammenhalt geht verloren!

1 Motivation

Der Mechanik wird jedoch in der Regel ein Kontinuum zugrunde gelegt!

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4 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

1 Motivation

Materielle Beschreibung (Lagrange)

Beliebige Versagenskriterien steuern ein Löschen der Elemente. Rissabbildung ist grob. Masse geht u. U. verloren. Erhaltung & Konsistenz? Versagensrichtung stark durch die Elementierung (Ausrichtung) und Netzfeinheit dominiert. Gängige industriell angewendete Methode. State of the art?!

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5 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

1 Motivation

Alternative Beschreibung (ALE oder Euler)

Kontaktbedingungen bzw. Spannungskriterien steuern den Materialabtrag. Große Deformationen sind möglich. Masse bleibt erhalten. Versagensrichtung weniger stark von Elementierung (Ausrichtung) und Netzfeinheit dominiert. Industriell auf vielen Gebieten angewendete Methode.

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6 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

1 Motivation

Netzfreie Methoden

Element Free Galerkin oder Smooth Partikle Hydrodynamics Große Deformationen sind möglich. Masse bleibt erhalten. Adaptivität kann einfach lokal gesteuert werden. Industriell auf vielen Gebieten angewendete Methoden.

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7 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

Lagrange Euler ALE t=t1 t=t2 Deformation Translation Bewegtes ALE-Netz Euler-Netz (raumfest) Advektion

Translozierter und deformierter Stab

2 Gedankenexperiment: Lagrange, Euler und ALE

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8 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

Wo können diese Methoden zum Einsatz kommen?

2 ALE: Anwendungen

Falltestuntersuchungen

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9 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

Wo können diese Methoden zum Einsatz kommen?

2 ALE: Anwendungen

Massivumformprozess Lagrange’sche Modellierung Eulersche Modellierung

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10 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

3 Modelltechnik: Spanabhebende Prozesse

Anwendungen sind Fräsen, Drehen, Stoßen etc. Untersuchungen zur Verbesserung der Schneidengeometrie etc.

Werkstoff Schneide

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11 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

3 Modelltechnik: Trennende Prozesse

Anwendungen sind Niete (self piercing rivets) Untersuchungen zur Nietgeometrie, Kraftverlauf, Deformation etc.

Fügeteile Niet

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12 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

3 Modelltechnik: Lagrange & SPH

Anwendungen sind Fräsen, Drehen, Stoßen etc. Untersuchungen zur Verbesserung der Schneidengeometrie etc.

2D Modellierung Lagrange 3D Modellierung mit SPH

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13 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

3 Modelltechnik: ALE

2D Modellierung 3D Modellierung

Anwendungen sind Fräsen, Drehen, Stoßen etc. Untersuchungen zur Verbesserung der Schneidengeometrie etc.

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14 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

4 Modelltechnik: Trennender Prozess (ALE)

Anwendungen sind Schneiden, Stanzen, Impact etc.

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15 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

Axis of Symmetrie

5 Feinschneiden: Lagrange‘sche Modellierung

Ringzacke Gegenstempel Stempel Schneidplatte Führungsplatte Werkstück Ein einfaches Feinschneidwerkzeug um eine gelochte Unterlegscheibe herzustellen. Modell ist rotationssymetrisch (2D) mit und ohne Ringzacke.

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16 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

rp rd

s rr

dr

Die Ergebnisse beim Feinschneiden sind von einer Reihe von Parametern abhängig. Unter anderem von Spalt der Schneidwerkzeuge, der Geometrie der Schneidkante und der Form der Ringzacke. Sowie natürlich der Niederhalter- und Stempelkraft.

rd = Radius an Schneid- und Führungsplatte rp = Stempelradius rr = Zackenradius /-geometrie s = Schneidspalt dr = Zackenabstand

5 Feinschneiden: Schneidegeometrie

Werkstofftrennung durch plastisches Fließen in der Trennzone Bruchvorgänge sollen ausgeschlossen werden. Hierfür ist die gezielte Beeinflussung des Spannungszustandes in der Trennzone durch Niederhalterkraft und insbesondere die Ausbildung einer geeigneten Ringzacke notwendig!

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17 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

Fp = Stempelkraft Fc = Gegenstempelkraft

5 Feinschneiden: Randbedingungen

Axis of Symmetrie

Fc Fp Fc

fixiert fixiert

Fc

Einfluss der Zackenform Einfluss der Kantengeometrie

[Institut für Produktionstechnik, TU Dresden]

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18 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

Versagensdehnung als Funktion der Dreiachsigkeit und des Lode-Winkels

Parameterdefinition

1

3

m vM vM

I σ η σ σ = =

3 3

27 2

vM

J ξ σ =

3 1 2 3

J s s s =

mit

[Source: Wierzbicki et al.]

Bereich üblicher Schalenstrukturen

ξ

η

Xue Hutchinson Gurson std.

Xue Hutchinson Gurson std.

η

f

ε

[Experimental data by Wierzbicki et al.]

5 Feinschneiden: Mögl. Versagensbeschreibung

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19 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

5 Feinschneiden: Variante ohne Ringzacke

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20 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

5 Feinschneiden: Variante ohne Ringzacke

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21 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

5 Feinschneiden: Variante ohne Ringzacke

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22 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

t = 0 t = 0.002 t = 0.004 t = 0.006 t = 0.008 t = 0.01

5 Feinschneiden: Variante ohne Ringzacke

Plastische Vergleichsdehnungen

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23 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

5 Feinschneiden: Variante mit Ringzacke

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24 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

5 Feinschneiden: Variante mit Ringzacke

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25 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

5 Feinschneiden: Variante mit Ringzacke

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26 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

t = 0 t = 0.002 t = 0.004 t = 0.006 t = 0.008 t = 0.01

5 Feinschneiden: Variante ohne Ringzacke

Plastische Vergleichsdehnungen

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27 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

V2 V1

5 Feinschneiden: Variante ohne Ringzacke

Vergleich der Schneidekontur – grobe Vernetzung

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28 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

6 Netzfreie Verfahren: Element Free Galerkin

Diskretisierung eines Kontinuums allein durch eine Reihe von Knotenpunkten (Interpolationsstützstellen, "Partikel") ohne die Beschränkungen, die durch ein Netz entstehen. Anwendungen / Vorteile:

  • Extrem große Deformationen
  • Beliebig komplexe Rißausbreitung
  • Mehr-Skalen-Phänomene

alternativ: SPH (Smoothed Particle Hydrodynamics)

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29 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

6 Element Free Galerkin

Kernelfunktion

( )

,

I

w h − x x

Ansatz für Verschiebungen, z.B. Polynom

1

( ) ( ) ( ) ( ) ( )

m h T i i i

u p a

=

= =

  • x

x x p x a x

Gesucht sind Koeffizienten von a: Gewichtete Fehlerquadratminimierung (Konstruktion von Formfunktionen mittels eines "Fitting"-Algorithmus)

2

( , ) ( ) ( )

T I I I I I

J J w h u ∂

  • =

− −

  • =
  • x

x p x a x a

Rissausbreitung: "Sicht-Kriterium" und Kohäsivzonen- modell - Innere Diskontinuitäten bestimmen den Einfluss- bereich des betrachteten Knotens.

+

Ω0

Ω0

( )

η X

Riß

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30 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

6 Element Free Galerkin

Geringere Diskretisierungsabhängigkeit Keine Hourglass-Stabilisierung notwendig Höhere Genauigkeit: Glatterer Verlauf von Spannungen und Dehnungen Adaptivität einfacher zu handhaben Höherer Aufwand (CPU-Zeit), mehr Speicherbedarf

EFG Eigenschaften EFG in LS-DYNA

Volumen- und Schalenelemente Adaptivität, Rißbildung und Rißfortschritt SMP und MPP Effizienzsteigerung in neuen Versionen

(970: 7-20 mal langsamer als FE, 971: 3-5 mal langsamer als FE)

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31 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

6 Element Free Galerkin

EFG Methode: Aktuelle Anwendungen

Schaumkompression: große Deformationen FE EFG Massivumformen: Adaptivität

  • hne

Adaptivität mit Adaptivität

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32 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

7 Ausblick: Extended Finite Element Method (X-FEM)

Diskontinuierliche Methode zur Versagensanalyse: Die Ansatzfunktionen werden um eine Sprungfunktion erweitert, um Risse unabhängig von der räumlichen Diskretisierung und ohne jegliche Neuvernetzung

  • darzustellen. Kohäsivzonenmodell für die Rißinitiierung und Rißausbreitung. Modell

kann als Generalisierung des Konzepts der Verdopplung von Knoten verstanden werden. LS-DYNA: momentan für 2D - plane strain, in naher Zukunft (2010) für Schalen

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33 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

7 Ausblick: Extended Finite Elements (X-FEM)

Beispiel: "Kalthoff Plate Crack Propagation"

  • 1. Hauptdehnung
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34 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

Zusammenfassung

  • Zur Simulation von Schneid- und Stanzprozessen sind geeignete

Diskretisierungsverfahren und zugehörige Versagensmodelle von entscheidender Bedeutung.

  • Klassische Lagrange (materielle) Beschreibung ist Stand der Technik,

basiert aber auf Annahmen und Vereinfachungen, die erst mit entsprechend feiner Vernetzung zu sinnvollen Lösungen konvergieren.

  • Neue Verfahren bzw. alternative Verfahren, wie ALE, SPH, EFG oder

auch X-FEM versprechen einen Gewinn an Genauigkeit

  • In LS-DYNA sind viele derzeit in der akademischen Welt diskutierten

Verfahren verfügbar.

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35 Infotag Schneidsimulation – Dresden – Oktober 2010

FIN